Wir verlassen den Etoscha Park und die Fahrt geht via Tsumeb, Otjiwarongo, Okahandja nach Windhoek. Unterwegs besuchen wir den Otjikoto See, das Museum in Tsumeb wenn Interesse besteht, und die Holzschnitzer Märkte in Okahandja. In Windhoek Übernachtung in einer Privat Pension und Abschiedsessen in Joes Beerhouse.
Der vorletzte tag begann wie auch die Tage zuvor mit einem Frühstück und anschließendem Packen der Sachen. Heute ließen wir uns etwas mehr Zeit, da wir uns langsam auf die Heimreise vorzubereiten hatten.
Hier in der Gegend um Namutoni ist eine Antilopenart zu Hause, die man unbedingt gesehen haben muß: das Damara Dik Dik. Das damara Dik Dik ist die kleinste Antilopenart und wird nicht größer als ein Feldhase. Bei einem kurzen Abstecher nach Klein Namutoni entdecken wir dann auch einige Exemplare an der Straße. Wir nehmen Abschied vom park und seinen Bewohnern, werfen ein paar Kudus und (wiermal) Giraffen einen Blick hinterher.
Der Weg zurück nach Windhoek ist lang und eintönig. Auf der asphaltierten Straße kommen wir schnell voran. Wir haben Gelegenheit uns über Sinn und Unsinn des Eisenbahnbaus in den Norden Namibias zu unterhalten und diskutieren die Auswirkungen und Konsequenzen des Baus. Der Landesher Sam Nujoma hat sein Volk aufgerufen, den Urlaub beim Bau der Eisenbahnlinie zu verbringen, um mitzuhelfen erfahren wir. Es gab wohl viele Leute, die den Aufruf so verstanden hatten einen tag beim Bau bei freier Verpflegung zu verbringen - einfach nur zum Spaß!
Am Otjikoto See und in Tsumeb, der alten Minenstadt machen wir noch einmal zwei kurze Stops. Wir erfreuen uns an den blühenden Jakaranda-Bäumen und Beaugainville in den Straßen der Stadt. Wasser gibt es hier anscheinend in ausreichender Menge aus dem stillgelegten Minen wird es hochgepumpt. Leider haben wir keine Zeit, dem Museum im Ort einen Besuch abzustatten, denn die Zeit ist knapp. So brechen wir schnell wieder auf und nehmen Kurs auf Otjiwarongo. Dort besuchen wir einen gut sortierten Buchladen (sehr zu empfehlen) und tanken ein letztes mal, essen ein Eis und machen eine "P.....pause".
Man sieht in fremden Ländern immer wieder eigenartige, überraschende Dinge, die bei genauerem Nachdenken trotzdem sehr sinnvoll erscheinen. Hier fand ich Bemerkenswertes auf der Toilette: in den Becken türmten sich frische Eiswürfel, welche nach jeder Benutzung aus großen Säcken nachgefüllt wurden.
Beinahe obligatorisch und somit auch fest eingeplant ist ein Besuch auf dem Schnitzermarkt in Okahandja. Wir sind noch auf der Suche nach einem kleinen geschnitzten Warzenschwein und werden auch bald fündig. Die ersten sind uns allerdings etwas zu groß geraten, so daß wir weiter in den Tiefen des Marktes verschwinden. Und wir haben Glück: endlich finden wir ein kleines, sehr schön gearbeitetes Warzenschwein, doch der Preis von 270 N$ erschien uns dann doch etwas vermessen. Ich bot dem Verkäufer dann 50 N$, die ich nach den Erfahrungen auf anderen Märkten gemacht hatte an, doch der Verkäufer schaltete auf stur. Wie so oft auf Märkten, hatte ich damit in ein Wespennest gestoßen, denn gleich zwei weitere Verkäufer verfolgten mich nun, um mich lautstark abwechselnd zu beschimpfen und dann wiederum zum Kauf zu bewegen. Nach etwa fünf Minuten gaben sie entnervt auf und so hatte ich Muße weiter zu suchen.
Schließlich hatte ich dann doch noch Glück, denn ich fand das Gesuchte und zahlte einen vernünftigen Preis von 60 Dollar. Ich konnte mir nicht verkneifen den beiden leer ausgegangenen Verkäufern beiläufig meine Erwerbung zu präsentieren.
In Windhoek angekommen führte uns der erste Weg ins namibia Craft Center. Dort fanden wir noch zwei kleine Elefantenschnitzereien, die als Gastgeschenke vorgesehen waren. Und dann ging es in die Pension zum Duschen.
Um 18:30 Uhr setzten wir uns ins Auto, um Joes Bierhouse zu besuchen. Dieses Restaurant ist weltbekannt und sehr beliebt, so daß eine Reservierung unbedingt zu empfehlen ist. Vor allem an Abreisetagen ist das Restaurant ein sehr beliebtes Lokal für ein Abschiedsessen. Trotz der Größe und der vielen Gäste wirkte es sehr gemütlich. Man konnte die Blicke schweifen lassen und in beinahe jeder Ecke war Interessantes zu entdecken. Bemerkenswert sind vor allem auch die phantastischen Tierfotos vom Meister Joe persönlich. Vor dem Essen kaufen wir im kleinen Souvenirshop noch eine Halskette und einen Armreifen für Iris.
das Abschiedsmahl bestand aus einem Zebrasteak, Ostrich Potje - als Nachtisch gab es Cappucino und Irish Coffee. Abgerundet wurde das ganze mit lekker Nederburg Rotwein. Satt und genudelt fuhren wir dann zurück in die Pension, um dort den Tag beim Schein einiger Kerzen den Tag mit ein wenig Wehmut auskklingen zu lassen. Es ist unser letzter Abend hier...
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