01.10.2003 - Etoscha II

Der Tag wird mit Pirschfahrten an verschiedene Wasserstellen im östlichen Teil des Parks verbracht mit einem Besuch des mittleren Rest Camps Halali und Endstation der Campingplatz in Namutoni. Übernachtung in Zelten

Um 6 Uhr werden wir durch Lärm vor dem Bungalow geweckt. Eine halbe Stunde ließen wir uns noch Zeit. Um 7:30 Uhr, nach dem schnellen Frühstück brechen wir auf. Das Ziel des Tages ist das Fort Namutoni am Ostende des Etoscha Parks. Auf dem Weg dahin planen wir ein Bad im Pool von Halali.

Kurz hinter dem Camp treffen wir auf die ersten Elefanten, vier mächtige Bullen auf ihrem Weg nach Osten. In der Nähe von Gemsbokvlakte und Olifantsbad trafen wir ein paar neue Gesichter: Black faced Impalas. Diese hatten wir zuvor noch nicht gesehen. Durch den stetigen Besucherstrom an Fahrzeuge gewöhnt, waren die Tiere nicht sehr scheu, so daß wir sie ausgibig studieren konnten.

Wie am Vortag konnten wir uns vor Antilopen jeder Art nicht retten. Allein die Streifengnus machten sich rar. Wir sehen nur wenige dieser mürrischen Gesellen. Bei Rietfontein begegnen wir vier Warzenschweinen, Nilgänsen und einer Riesentrappe und all die Anderen...

Bei der Fahrt durch den Park ist deutlich zu spüren, daß der letzte regen doch schon längere Zeit zurückliegen muß, denn die Vegetation ist verdörrt. Die Zweige der Büsche und Bäume, das Gras ist mit einem feinen, weißen Staub bedeckt. Dadurch erklärt sich auch die Beobachtung, daß sich die Tiere fast ausschließlich in der Nähe von wasserlöchern aufhalten.

Mittags erreichen wir Halali und nutzen den Stop für eine kleine Erfrischung im Pool und genehmigen uns ein Eis zum Pickniklunch. Wilfried kauft sich ein paar Filme und erfährt dabei, daß bei Goas Löwen gesehen wurden. Löwen - die fehlen uns ja noch in der Sammlung!

Wir brechen deshalb rasch auf und machen uns auf den Weg zum Goas-Wasserloch, doch Löwen ließen sich nicht blicken. Dafür trottete eine große Gruppe Elefanten zielstrebig zum Wasser. Wir haben es gerade noch geschafft uns an ihnen vorbeizumogeln und in eine günstige Fotoposition zu fahren. Fünfzehn Jungbullen, Kühe und Babies leifern ein prächtiges Schauspiel beim Bad. Sie tollen herum, spritzen mit Wasser und suhlen sich im Schlamm. Alle anderen Tiere blieben in sicherer Distanz. Während wir damit beschäftigt sind unseren Filmbestand zu reduzieren, entdecken wir zwei Löwen die nicht weit entfernt im Schatten eines umgestürzten Baumes vor sich hin dösten. Nachdem die Elefanten ihr Bad beendet haben führt sie der weg nicht weit an den Löwen vorbei zurück in den Busch. Ein Halbstarker löst sich dabei aus der Elefantengruppe und versuchte die Löwen durch einen Scheinangriff zu provozieren, allerdings ohne Erfolg. Bei der Abfahrt entdecken wir dann noch weitere vier Löwen in der Nähe und verstehen jetzt auch die Zurückhaltung der Zebras und Giraffen rund um das Wasserloch.

Kurz vor Namutoni treffen wir noch einen "Lazy Elephant" der direkt an der Piste döste. In Griffweite fuhren wir an ihm vorbei, wobei sogar noch ein Schnappschuss gelang.

Gescchafft vom Tag machen wir noch einen kleinen Abstecher auf den Aussichtsturm, besuchen das Wasserloch und dann ist auch schon wieder Nachtruhe. Die Tage hier sind einfach zu kurz, doch wenn sie länger wären, fiele es einem noch schwerer das Gesehene zu verarbeiten.

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