Wir erforschen die Umgebung und geniessen die einmaligen Landschaften und das Wild (letzte Gelegenheit für Wüsten-elefanten). Übernachtung in Zelten.
Die Nacht war recht unruhig. Wir wurden gelegentlich von lauten Eselrufen geweckt, später machten sich graue Lärmvögel bemerkbar, die ihrem Namen alle Ehre machten. Auch die anderen Zweibeiner, ich meine Vögel, begrüßten den beginnenden Morgen mit lautem Stimmengewirr.
Wir genießen es, daß wir heute mal kein Zelt abbauen müssen, da wir uns an diesem Tag auf der Suche nach den Elefanten die Gegend um Purros ansehen wollen. Darum lassen wir es auch beim Frühstück gemächlich angehen.
Nach der morgendlichen Stärkung machen wir uns Flußabwärts auf die Suche nach den Dickhäutern. Die ersten Tiere denen wir begegnen sind Rinder, die im frischen Gras im Flußbett grasen und ein paar Nilgänse. Nach wenigen hundert Metern Fahrt im Flußbett treffen wir auf das erste fließende Wasser, abgesehen natürlich von der Dusche im Camp. Es ist zwar eher ein kleines Rinnsal, doch hier grünt es doch vergleichsweise üppig.
Das Wasser zieht auch die verschiedenen Antilopen an - mehrere größere Oryx-Antilopen kreuzen unseren Weg. Selten lassen sie sich uns aus der Ruhe bringen, wodurch wir die Möglichkeit zu einigen schönen Fotos bekommen. Nur Elefanten entdecken wir auf unserer Pirsch nicht. Dafür allerdings jede Menge meist älterer Spuren und trockene Dunghaufen.
Ein Elefanten-Dunghaufen liegt auf einem kleinen Felsrücken (etwa 5 Meter hoch). Wir sind etwas überrascht, da wir nicht mit der Kletterkunst der Elefanten gerechnet haben. Almut entdeckt auf einem Felsen in einer Klamm eine Spotted Eagle Owl in ihrem Tagesquartier. Durch ihre grau-braune Färbung ist sie in dem Felsen kaum zu erkennen. Ein Foto wäre lediglich ein weitere Suchbild geworden, so daß wir darauf verzichten.
Es hat den Anschein, daß die Fluchtdistanz der Oryx direkt abhängig von der Flußbreite ist. Als uns zwei Oryx-Antilopen auf unserem Aussichtspunkt an einer engen Stelle im Flußlauf entdecken, flüchten sie in panischer Flucht an uns vorbei durch die Klamm.
Nach einem Picknick Lunch im Schatten der Bäume unseres Camps und einem kleinen Mittagsschläfchen fahren wir am Nachmittag in Richtung Osten. Debi stoßen wir auf einen kleinen verlassenen Kral und bewundern die Bemalungen der einfachen Hütten. Nicht weit davon entfernt treffen wir zwei Jungen und schließen mit ein paar Süßigkeiten, die Almut ständig bei sich führt, Freundschaft.
Auch wenn wir eine Reihe von disesmal frischen Elefantenspuren finden - die Blätter an einigen der abgerissenen Äste waren noch nicht verwelkt, gelang es uns an diesem Tag nicht mehr sie zu sichten.
Auf dem Rückweg trafen wir noch drei Giraffen unweit der Campsite. Eine von ihnen trug ein gewaltiges Halsband. Offensichtlich ein Funk- oder Satellitentransponder, der eine Ortung des Tieres ermöglichen sollte. Uns fiel auf, daß die Giraffen hier deutlich heller gezeichnet sind, als die an den Tagen zuvor beobachteten.
Am Abend genießen wir das Dinner am Lagerfeuer. Es sieht nach Regen aus. Hoffentlich bleiben wir davon verschont.
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