26.09.2003 - Sesfontein - Purros

Es geht noch einmal in das Hoanib Rivier und danach über grosse Grasflächen in Richtung Huarusib Rivier. Es faszinieren die verschiedenen Namib Landschaften. In der nähe des Eingeborenen Dorfes Purros unter grossen Kameldorn Bäumen stellen wir die Zelte für zwei Übernachtungen auf.

Bisher waren wir von Pannen verschont geblieben, doch am Morgen, beim Packen des Trailers entdeckte Wilfried, daß wir einen platten Reifen haben. Mit Hilfe eines riesigen Wagenhebers gelang es ihm den Schaden zu beheben. Ja die Schotterpisten forderten ihren Tribut. Wir hofften nur, daß wir von weiteren Schäden dieser Art verschont bleiben würden.

Auf dem Weg nach Purros unserem heutigen Ziel, der Campsite in Purros, trafen wir noch ein paar alte Bekannte vom Vortage. Die Elefanten, Paviane und auch die Giraffen waren schon auf den Beinen. An der Kontrollstelle, eigentlich eine Mautstelle, mußten wir erneut unseren Obulus entrichten. Wilfried übergab den freundlichen Herren noch eine große Portion Gulasch und Nudeln und dann ließen wir uns von niemandem mehr aufhalten.

Wie an den Tagen zuvor trafen wir auch an diesem Tag Unmengen Springböcke und folgten ein paar fliehenden Oryx auf unserer Piste. Auf einem Hochplateau staunten wir über die sogenanten Feenringe, die emsige Termiten in das spärliche Gras gefressen hatten. Ein "Wüstennottelefon" auf einem kleinen Hügel in der Ebene war auch der Aufbewahrungsort für eine Art Gästebuch, in dem wir uns auch verewigt haben. Vielleicht erreichen unsere Worte ja die Menschen, die sie lesen.

Nachdem wir einige armselige Behausungen passiert hatten und uns über den Sinn der Ziegenhaltung der Einheimischen unterhalten hatten, machten wir Rast im spärlichen Schatten eines großen Baumes. Beim Picknick-Dinner beobachteten wir in der Ferne eine größere Gruppe Paviane beim verspeisen von Früchten. Später entdecken wir in größerer Entfernung eine Gruppe von sieben Giraffen, die im Schatten von Bäumen Abkühlung suchten. Doch plötzlich, ohne erkennbaren Grund flohen sie, ebenso wie eine Orygruppe, in panischer Flucht.

Am späten Nachmittag erreichten wir das Camp in Purros. Am Rande des Flußbettes, im Schatten riesiger Kameldornbäume schlugen wir unsere Zelte auf. Hier gab es sogar Wassertoiletten und Duschen mitten im Gebüsch. Ein eigenartiger Komfort. Beim Besichtigen des Camps entdecken wir Schilder, die uns doch ein wenig nachdenklich machten: Achtung! Elefanten ... Doch wir haben Vetrauen, daß diese gerade in den Bergen sind und kein Interesse am fließenden Wasser des Camps habe.

Unzählige Vögel beleben die Campsite. Wir entdecken Tokos, Rotbauchwürger (brrr. was für ein Name), Frankolins, graue Schreivögel und Schildraben. Das nahe Wasser des Flusses führt offensichtlich zu einer Vielfalt von Arten in dieser Gegend.

Die Zelte sind wie immer schnell aufgebaut und so machten wir uns nach einem kühlen Bier auf Erkundungstour. Unweit der Campsite befindet sich ein etwa 50-60 Meter hoher Berg von dem aus wir uns ein wenig in der Gegend umsahen. Flußabwärts sehen wir eine unzahl von Palmen und anderen Bäumen, doch allein von Elefanten entdecken wir keine Spur. Wie wir später erfahren, sind derzeit keine Elefanten in der Nähe zu erwarten, da diese tatsächlich in den Bergen auf Futtersuche sind.

Hier oben auf dem Bergrücken war der richtige Platz für den obligatorischen Sundowner gefunden. Diesmal ließen wir uns einen "Natural Sweet Rose" Wein schmecken.

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