Die Tour geht weiter in Richtung Norden an der Küste entlang bis ca.Cape Cross von wo aus es dann etwas ins Inland geht und dann wieder nördlich bis in das Ugab Rivierbett. (einen Besuch von Cape Cross halte ich nur für nötig wenn Ihr die Delphinen Bootsfahrt nicht mitgemacht habt). Aus dem Ugab geht es durch einen Seitenarm (landschaftlich und geologisch sehr interessant) in das sehr einsame Damaraland bis zum Huab Rivier, mit einem Abstecher zur Gai-as Ruine. Übernachtung in Zelten wo es uns gefällt.
Wilfried und seine Frau Almut holen uns am Morgen aus der Pension ab. Schnell ist das Gepäck im Trailer verstaut und schon brausen wir auf der Straße nach Norden Richtung Cape Cross. In Henties Bay machen wir einen letzten Stop, um zu tanken. Die nächste erreichbare Zafstelle wird erst wieder in Sesfontein??? sein.
[...Flechten am Wegesrand...]
Eine der größten Robbenkolonien Afrikas befindet sich am Cape Cross. Hier tummeln sich
in Spitzenzeiten mehr als 100.000 Robben aller Größen und Geschlechter. Bereits einen
Kilometer vor Erreichen der Kolonie bemerken wir einen unsäglichen Gestank und hören die
lauten Schreie der Robben. Ein paar räudige Schakale tummeln sich am Straßenrand auf der
Suche nach Futter.
Wir können uns nicht satt sehen am Treiben der Robben. Leider ist unsere Zeit sehr begrenzt,
da wir heute noch bei Tageslicht Gai As erreichen wollen. So machen wir uns dann bald
wieder auf den Weg, nicht ohne einen kurzen Blick auf die Kreuze, denen das Kap seinen
Namen verdankt, zu werfen. Hier begegnen wir einigen Italienerinnen, die scheinbar ein
kleines Problem mit dem "Duft der Kolonie" hatten. Wir waren Ihnen dann noch bei der
Anfertigung eines kleinen Gruppenfotos behilflich und los ging es...
Unsere Piste führte uns nordwestlich am Brandberg vorbei ins Damaraland. Trockene,
steinige Geröllflächen säumten unseren Weg. Lediglich ein paar vereinzelte Welwitschien
waren vom Auto aus auszumachen. Es wirkte alles ein wenig trostlos und bedrückend.
Wir stoppten gelegentlich, um ein paar interessante Verwitterungsspuren anzusehen, doch
interessanter wurde es dann erst wieder als wir in das Revier des Huab kamen.
Beeindruckende Felsformationen ließen erahnen, welche Kräfte beim Auseinanderbrechen der
Kontinente wirkten. Riesige Faltungen, an Badewannen erinnernd, waren am Flurand zu
bewundern. Verwitterte Felsen, welche an Orgelpfeifen erinnern begleiteten uns auf dem Weg
tiefer in das Revier. Langsam und beinaheunbemerkt ist es auch endlich wieder etwas
grüner geworden. Einzlene Büsche und kleine Bäume trotzten hier der sengenden Sonne.
Später kamen Gräser und Schilf dazu. Auch ein paar trockene Haufen Elefantenmist waren
ab und an zu entdecken. Sollten wir jetzt vielleicht schon das Glück haben...???
Ein "Mörderast" der plötzlich wie eine Lanze durch das halb geöffnete Fenster stach,
wäre Iris beinahe zum Verhängnis geworden. Doch Glück im Unglück: nur der "Himmel"
des Landrovers wurde etwas ramponiert.
Weitere Katastrophen blieben uns glücklicherweise erspart, so daß wir am Abend wohlbehalten
auf unserer "Campsite" bei Gai As ankamen. Zwei, dreimal machte sich zwar bemerkbar,
daß Wilfried durch den Datenverlust seines GPS nicht alle Wegpunkte zur Verfügung
hatte, doch hier machte sich dann das hervorragende Ortsgedächtnis von Almut bemerkbar.
[...Ruinenfeld Gai As...]
Im Windschutz einer Felswand schlugen wir dann unser Lager auf. Während Wilfried und
Almut das Abendessen vorbereiteten, hatten wir Muße uns in der Gegend umzusehen
[...Straußenrennen in der Ferne...] [...Der Brandberg im Abendlicht...]
Gestärkt und voller Vorfreude auf den nächsten Tag gingen wir dann in unser Zelt.
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