Mein Vorschlag für diesen Tag wäre dass Ihr an einem "Dolphin Cruise" in Walvis Bay teilnehmt, das ist eine Bootstour durch den Hafen bis zur Vogelinsel und dann bis nach Pelican Point (Walvis Bay Leuchtturm). Mann erlebt Delphine und Robben aus unmittelbarer Nähe und ist dies immer einer der Höhepunkte für Besucher an der Küste. Die Tour nimmt den ganzen Vormittag in Anspruch und gibt es dazu auch Sekt und Austern und einen Imbiss. Es kostet ca. Eur. 30.00 pro Person und ist nicht in meinem Preis eingeschlossen. ( vielleicht aus Eurer Warte nicht so interessant? dann können wir etwas anderes unternehmen) Der Nachmittag sollte frei zur eigenen Verfügung sein. Übernachtung wie am Vortage.
Der Tag begann für uns um 8 Uhr mit einem gemütlichen Frühstück. Das Büffet war sehr reichhaltig: frische Früchte, Brötchen und Müsli stärken uns für den Tag in Swakopmund.
Nachdem wir uns ausreichend gestärkt hatten begaben wir uns auf den Weg ins NATMIRC. Auch wenn man dienstliches nicht mit privatem vermischen sollte, haben wir uns bereiterklärt vor Ort Möglichkeiten der Wasserprobennahme zu klären. Dieses sollte die Arbeiten im Rahmen des BENEFIT-Projektes, an dem unser Brötchengeber das Institut für Ostseeforschung Warnemünde beteiligt war, vervollständigen. Mit einer Reihe von Namen meldeten wir uns am Empfang in Foyer des Institutes. Anja van der Plas war schnell ausgerufen. Nach fünf Minuten verloren wir die Geduld und versuchten es mit dem nächsten: Steffen Oesterle. Auch das führte uns nicht zum Ziel.
Und siehe da - ein bekanntes Gesicht huschte über den Flur: Ekkehart Klingelhoefer. Doch so schnell wie aufgetaucht, ist er auch schon wieder verschwunden! Na ja, dann müssen wir uns eben durchfragen. Eine nette Kollegin erzählte uns dann, daß Anja in etwa zehn Minuten zu erwarten ist und daß Steffen beim Zahnarzt sei. Also setzten wir uns in die warme Morgensonne auf den Stufen vor dem Institut und harrten der Leute, die da kommen sollten.
Nach einigen Minuten kamm dann endlich die Anja. Nach so langer Zeit, wir hatten uns zuletzt auf einer Expedition mit dem Forschungsschiff Petr Kottzov getroffen, erkannte sie mich natürlich nicht, doch schnell erinnerte sie sich an die "alten Zeiten" und nach dem Auffrischen von Erinnerungen konnten wir zum Wesentlichen übergehen. Die Zapfstelle für die Wasserproben war schnell besichtigt und so nebenbei konnten wir dann auch noch einen Blick in das Aquarium am Institut werfen. Leider hatten wir nicht sehr viel Zeit, doch im Vergleich mit den Aquarien des Meereskundemuseums in Stralsund, war dieses doch sehr beeindruckend.
Endlich gesellte sich auch Steffen zu uns; wenig später stieß auch Eckkehart in die traute Runde. Wir konnten jetzt von unseren Plänen berichten und erhielten eine Reihe von Ratschlägen für unsere Tourgestaltung. Nach Rundu in den Norden sollten wir doch fahren, schlug Steffen vor. Gern hätten wir es getan, doch allein die Zeit, die uns zur Verfügung stand, war sehr begrenzt.
Nachdem wir das Dienstliche erledigt hatten, machten wir uns auf den Weg in die Stadt.
Sightseeing und shoppen stand jetzt auf dem Fahrplan. Der Weg führte uns zunächst in die
"Fußgängerzone" und wir klapperten die verschiedenen Geschäfte auf der Suche nach den
üblichen Reisemitbringseln, wie Postkarten, T-Shirts und Büchern ab. Auch unser Bestand
an Filmen sollte aufgefrischt werden, da abzusehen war, daß ein Film pro Tag doch etwas
zu wenig ist.
An vergangene Zeiten wurden wir dann in einer Swakopmunder Buchhandlung erinnert: auf die
Frage nach einem Tierbuch in deutscher Sprache erhielten wir die Antwort: "Ja, das haben
wir da!" Und damit wurden wir stehen gelassen. Wer erwartet hätte, daß jemand sich auf
den Weg macht, das Buch zu holen, würde vermutlich sehr lange gewartet haben. Beinahe so
wie im "Volkseigen Buchhandel" in der DDR. Gewöhnt an das gute Angebot an Buchläden und die
deutsche Buchpreisbindung verlassen wir den Laden unverrichteter Dinge.
Ein paar Ecken weiter fanden wir einen Shop, der T-Shirts, gebatikte Decken und
allerlei landestypischen Schmuck bereithielt. Wir stöberten in den Auslagen und Regalen,
argwöhnisch beäugt von den anwesenden Verkäuferinnen. Entweder sie zweifelten an
unsere Zahlungsfähigkeit oder waren der Meinung: da kommen doch nur wieder Leute
die nur kucken und nicht kaufen wollen. Die Atmosphäre verbesserte sich dan naber schnell,
als sie merkten, daß wir Interesse an einigen der Stücke hatten.
Wir erstanden zwei wunderschöne gebatikte Decken, die einen Ehrenplatz in unserer "gemütlichen Wohnung" erhalten sollten. Eine Kette aus schwarzen Perlen fand dann auch noch einen Platz in unserer Einkaufstasche.
Auf der anderen Straßenseite fanden wir danach dann auch noch einen Buchladen, der das
gesuchte Tierbuch führte und welches darüber hinaus sogar schon ausgepackt war. Es war
zwar nicht so preiswert, wie in dem ersten Laden, doch dafür konnten wir es sofort
mitnehmen. Nachdem wir dann noch weitere Souvenirs, wie Aufkleber, Postkarten und T-Shirts
eingesammelt hatten, statteten wir zu guter letzt dem Kaufhaus Woermann-Brock einen Besuch ab,
um Wein, Bier und einige andere nützliche Dinge für unsere Tour zu ergattern. Allein Filme und
unsere Zigarettenmarke waren nicht zu finden.
So begaben wir uns dann in unser Quartier in den "Secret Garden", um uns auf den zweiten
Teil des Tages vorzubereiten.
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