22.09.2003 - Ein Tag in Swakopmund, Teil II

Mein Plan in der Wurstbude eine kleine Stärkung zu uns zu nehmen ließ sich nicht in die Tat umsetzen, da es diesen kleinen Imbiß nicht mehr an der gewohnten Stelle gab. So verschoben wir dann unsere Mittagspause auf Später.

Vorbei an der alten Kaserne statteten wir dann dem Markt am ehemaligen Kaiserlichen Bezirksamt einen Besuch ab. Hier boten einheimische Händler die verschiedensten, teilweise unsäglich hässlichen Souvenirs feil. Da wir vorhatten, auf dem Rückweg nach Windhoek in Okahandja eine Zwischenstop einzulegen, verzichteten wir auf den Erwerb von Schnitzereien - allein eine Kette aus Straußeneierschalen war unsere "Beute".

Unweit vom Markt befindet sich der Swakopmunder Leuchtturm und das Museum. Hier schauten wir uns ein wenig um, um uns dann in einem nahegelegenen Kaffee mit gleichnamigem Getränk bei Apfel- und Puddingkuchen zu stärken. Dabei konnten wir diverses Geflügel beobachten, welches im Gras vor dem Kaffee nach Futter suchte. Enten, Hühner und auch Perlhühner liefen zwischen den Tischen umher. Die warme Sonne wärmte angenehm nach dem recht kühlen Morgenstunden.

Ein Muß für jeden Swakopmund-Touristen ist der Bescuh auf dem Woermann-Turm. Von Hier hat man einen wunderschönen Ausblick auf die Stadt und die sie umgebenden zwei Wüsten: die Sandwüste der Namib und die "Wasserwüste" des Atlantik. Swakopmunderfahren, wie ich war fragte ich sogleich in der Bibliothek nach dem Schlüssel für den Turm. Doch mittlerweile gab es diesen nicht mehr hier, sondern im Jettyladen gegenüber.

Wir amüsierten uns über die Inschrift auf einer Bank vor dem Laden: "For Boring husbands" - diese würde vor manchen Kaufhäusern bestimmt sehr gut benutzt werden und erklammen dann schlüsselgewaltig den Turm. Es war wie immer sehr beeindruckend.

Nach dieser Stipvisite ergatterten wir dann noch die gesuchten Filme und spazierten anschließend direkt zum alten Swakopmunder Bahnhof - einem Luxushotel. Nach einer kurzen Besichtigung des Innenhofes, der Springbrunnen und Palmen begaben wir uns dann wieder in die Pension, um uns auf das Abendessen vorzubereiten. Während Iris Postkarten schrieb, beschäftigte ich im Secret Garden den Hund der Gastgeber mit einem Ball.

Der Abend klang dann mit einem leckeren Abendessen in Kückis Pub aus. Hier war, im Gegensatz zu meinem letzten Besuch im Jahr 1997, nicht allzuviel los. Die Zahl der Gäste ließ sich an zwei Händen abzählen. So hatten wir die Ruhe, um uns vom Tag zu erholen und Pläne zu schmieden. Das Abendmahl bestand aus einem Avocado-Shrimpsalat, Calamarie-Steak und einem ordinären Steak mit gaaaanz viel Knoblauch, dazu gab es leckeres Fassbier und zum Abschluß einen Kaffee.

Als Erinnerungsstück erbaten wir uns eine Speisekarte, die wir auch prompt bekamen. Nachdem wir uns noch ein wenig im Pub umgesehen hatten, beeindruckend die vielen Geldscheine an der Wand - hier ist die halbe Welt vertreten, spazierten wir rundum zufrieden in den Secret Garden. Dort stöberten wir in der kleinen Bibliothek des Aufenthaltsraumes, schrieben die letzten Zeilen ins Tagebuch...

GUTE NACHT!

Morgen geht es in den Norden, nach Gai As über Cape Cross...