Swakopmund

Nach einem anstrengenden achtstündigen Flug und vier Stunden Autofahrt durch verdorrte Buschsavanne und leblose Wüste erreicht man am kalten Ufer des Atlantik Swakopmund. Vor den Toren der Stadt wurde man bis vor kurzem von Martin Luther, einem Dampfmobil aus der Zeit der deutschen Kolonialära, begrüßt. Die altersschwache Dampfmaschine wurde mittlerweile an im Museum der Stadt untergebracht, um sie vor der Korrosion durch wind und Wasser zu schützen und der Nachwelt zu erhalten.

Man glaubt seinen Sinnen kaum zu trauen: An der Kreuzung von Kaiser-Wilhelm- und Moltke-Straße kann es einem geschehen, daß man von den afrikanischen "Eingeborenen" in fließendem Sächsisch oder gar Bayrisch den Weg gewiesen bekommt. Die Spuren der kurzen deutschen Geschichte sind hier allgegenwärtig.

Dem Reisenden bietet Swakopmund einiges Sehenswertes. Ein Besuch des Meeresaquariums ist ebenso zu empfehlen, wie eine Visite im Museum der Stadt oder der Mineraliensammlung in der Kristallgalerie. Einen schönen Ausblick auf Swakopmund und die Dünen der Umgebung hat man vom Turm des Woermannhauses. Auch wenn die Jetty, Swakopmunds Seebrücke nicht mehr begehbar ist, sollten Sie ihr Ihre Referenz erweisen.

Verschiedene Restaurants locken den Hungrigen mit köstlichen Speisen. Ein Besuch im Restaurant The Tug ist zu empfehlen - hier werden u.a. köstliche Meeresfrüchte und Fischdelikatessen serviert. Wer deftige Speisen bevorzugt, wird in Kücki's Pub auf seine Kosten kommen. Hier ist es jedoch oft sehr voll, so daß eine Vorbestellung angeraten ist.

Swakopmund eignet sich wunderbar als Ausgangsbasis für interessante Tagestouren in die nähere Umgebung. Von hier aus erreicht man in kurzer Zeit die malersiche Spitzkoppe, Namibias Matterhorn, die Robbenkolonie am Cape Cross oder begibt sich auf den Welwitschia Nature Drive, um diese einzigartigen Pflanzen zu besichtigen.

In den Dünen rund um die Stadt verbergen sich einige Überraschungen, so findet man hier mit ein wenig Glück die gebleichten Gebeine verendeter Pferde oder die zauberhaften Sandrosen im Wüstensand.

Zu guter Letzt soll noch eine Stipvisite in die Hafenstadt Walvis Bay empfohlen werden. Von hier aus können Sie u.a. zu einer Kayaktour aufbrechen, um die Seevögel in der Lagune vor der Stadt zu beobachten.


Siehe auch: Swakopmund - Fotografische Impressionen auf dietmarius.de!
© W. Trümper, Dietmarius, 2001
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Letzte Änderung: 29.10.2002